Fernwärmeleitungen

Axialkompensatoren zur Aufnahme von großen axialen Bewegungen in Fernwärmeleitungen.
Ausführung optional als Doppelbalgkompensator mit Innen- und Außenschutzrohr

 

Typ AP / 200 / 16 / a 160 V / V-1200
BD 13 bar
BT 120° Cax. Bew. +/- 95 mm

Zur zentralen, effektiven Bereitstellung und Verteilung von Wärme für Wohngebiete und Industrie werden immer öfter Kraftwerke mit Kraft- Wärmekopplung eingesetzt. Die Bereitstellung der Wärmeleistung über Fernwärmerohrleitungen erfordert entsprechend dem Trassenverlauf, die thermisch bedinge Längendehnung der Rohrleitung auf kleinstem Raum zu kompensieren. Gegenüber den üblichen U-Rohrbogen-Konstruktionen bieten die dem technischen Stand entsprechenden Kompensatoren, die Möglichkeit einen wesentlich kleineren Bauraum zu beanspruchen. Damit ist auch eine unterirdische Verlegung in Kanälen kein Problem mehr. Dies ist insbesondere in stark bebauten Ballungsgebieten ein großer Vorteil.

Die Kompensatoren werden in den standardisierten Nenngrößen von DN50 – DN800 und Nenndruckstufen von PN6 – PN40 gefertigt. Der zu kompensierende Axialhub bewegt sich im Bereich von 50mm – 200mm. Entsprechend dem Einsatz zur Aufnahme von Wärmedehnungen sind die Kompensatoren vorgespannt. Damit kann der axiale Hub in eine Richtung, zumeist als Stauchung des Kompensators aber auch als Dehnung, ausgenutzt werden.

Die Einbindung in die Rohrleitung kann durch Rohrstutzen oder standardisierte Flansche nach DIN EN 1092-1 erfolgen.

Zum Schutz und zur axialen Führung der Kompensatoren werden diese oft mit innerem Leitrohr und äußerem Schutzrohr ausgeführt. Besondere Konstruktionen mit Isolierung ermöglichen damit auch die Verlegung direkt in das Erdreich.

Durch die Ausführung mit mehrwandigen Metallbälgen kommt das Erreichen des Lebensendes des Kompensators nicht durch ein plötzliches großes Leck und damit Medien und Druckverlust. Der mehrlagige Metallbalg wirkt wie eine „Labyrintdichtung“ und erreicht dadurch nur geringe Leckagen. Der Austausch eines solchen Kompensators kann dann, unter Beachtung des Arbeitsregimes und umwelttechnischer Aspekte, oftmals bis zur geplanten Revisionsphase verschoben werden.